Olaf Kühl erhält den Karl-Dedecius-Preis 2026

Olaf Kühl, der Übersetzer des Romans Null von Szczepan Twardoch ins Deutsche, wurde mit dem Karl-Dedecius-Preis 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung gilt seiner Übersetzung Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg, erschienen im Rowohlt Verlag.

Der Karl-Dedecius-Preis würdigt Übersetzerinnen und Übersetzer polnischer und deutschsprachiger Literatur und hebt die Bedeutung der literarischen Übersetzung als Instrument des Dialogs und der Verständigung zwischen Polen und Deutschland hervor. Namensgeber des Preises, Karl Dedecius, zählte zu den bedeutendsten Übersetzern polnischer Literatur ins Deutsche. Partner des Preises ist das Institut für Kultur Villa Decius in Krakau.

Null erschien im Februar 2025 im Verlag Wydawnictwo Marginesy. Es ist ein eindringlicher Roman über Waffenbrüderschaft, Loyalität, Kriegsgewalt sowie das Dunkle und das Helle im Menschen. Das Buch stieß sowohl bei Leserinnen und Lesern als auch in der Literaturwelt auf breite Anerkennung — es belegte den ersten Platz beim Leserpreis Buch des Jahres 2025 des Portals Lubimyczytac.pl, wurde als Empik-Bestseller 2025 in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet und stand auf Platz eins der Liste der besten polnischen Bücher des Jahres des Wochenmagazins „Polityka“. Die deutsche Ausgabe belegte den zweiten Platz beim erstmals verliehenen Spiegel Buchpreis des Magazins „Der Spiegel“. Die Option zur Verfilmung des Romans erwarb die Firma Bombero International unter der Leitung des preisgekrönten deutschen Regisseurs Fatih Akin.

Der Roman ist bereits auf Deutsch, Italienisch, Weißrussisch und Slowakisch erhältlich; Übersetzungen ins Japanische, Ungarische, Ukrainische und Spanische befinden sich in Vorbereitung.

Wir gratulieren Olaf Kühl herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung!

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