Erscheinungsdatum: 27/10/2021
Verlag: Wydawnictwo Literackie

Wielkie Księstwo Groteski (DAS GROSSE FÜRSTENTUM DER GROTESKE)

Fünf Jahre. Fast vierzig rebellische und provokative Feuilletons.

Kurze Texte, in denen Twardoch sich mit Polen, Schlesien und der Welt auseinandersetzt.

Themen, die die Polen seit 2016 bewegen, betrachtet Szczepan Twardoch mit scharfem Blick. Der Autor des Romans Król (Der Boxer) enthüllt hier gnadenlos die Ängste der polnischen Machthaber:innen, ihre Schwächen und Komplexe. Er hört zu, was auf den Straßen und bei den Banketten in Warschau gesagt wird.

Die PiS (Recht und Gerechtigkeit) oder die PO (Bürgerplattform)? Gleichgeschlechtliche Ehen – ja oder nein? Das Komitee zur Verteidigung der Demokratie und Radio Maryja. Der Warschauer Aufstand und natürlich die große Diskussion um die Autonomie Schlesiens.

Twardoch kritisiert hier ohne literarische Fiktion und verführt mit Kompromisslosigkeit und polemischem Talent. Gleichzeitig erzählt er überraschend viel über sich selbst – über seinen verwinkelten Weg zum Erfolg, seinen Besuch in einer Hamburger „Mordküche“ und auf Spitzbergen und über das ihn manchmal überkommendes Bedürfnis nach Einsamkeit.

Hier finden Sie viele Bekenntnisse voller Distanz, Ironie, aber auch Ehrlichkeit:
Ich bin laut. Wenn mich jemand langweilt, unterbreche ich ihn mitten im Satz, weil ich es kann, und es ist die Hölle, Langweilern höflich zuzuhören. Ich bin ungeschickt, zu ehrlich, mache einen Fauxpas nach dem anderen (wie peinlich!), setze mich hin und stehe auf, wann ich will, und nicht, wann ich sollte, mache sogenannte Sprachfehler, fluche und, was noch schlimmer ist, sage manchmal „wziąść“ anstatt von „wziąć“, habe einen hässlichen Akzent und dazu kommt noch, dass mir das alles egal ist. Einfach gesagt: Ich bin ein Rüpel.
(Auszug aus dem Buch)

Die Beschreibung stammt von der Webseite des Verlags.

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