Erscheinungsdatum: 13/4/2022
Verlag: Wydawnictwo Literackie
BYK (DER STIER)
Das Leben ist ein Theater. Das Leben ist ein Labyrinth. Manchmal gibt es aus beidem keinen Ausweg. Der neueste Text von Szczepan Twardoch handelt von einem Mann mit Vergangenheit, aber ohne Zukunft.
Robert Mamok ist ein fünfzigjähriger geschiedener Mann, der mit seiner Identität ringt. Er ist in einen Imageskandal verwickelt, aus dem es scheinbar keinen Ausweg gibt. Das Ganze wird durch ein Familiengeheimnis und komplizierte Beziehungen zu Angehörigen aufgrund seiner strengen schlesischen Erziehung abgerundet.
Mamok betritt die Bühne und beginnt einen intensiven Monolog, in dem er Wort für Wort mit seiner Vergangenheit, sich selbst und der ganzen Welt abrechnet. Mit der Kraft eines wilden Tieres erhebt er Anschuldigungen, stellt Fragen, will herausfinden, was mit ihm los ist. Und wer er überhaupt ist.
Du hast es mir doch gesagt, Roboczku, erinnerst du dich? Du erinnerst dich an nichts, in deinem Kopf ist nichts mehr, gar nichts. Und Roboczek zeigte sein Zeugnis, dieser Idiot. In der Oberschule begann es mit „so begabt und doch so faul“. Aber für das Zeugnis gab es immer Geld von dir. Heimlich, wenn niemand hinsah. Bloß nicht der Oma sagen. Und dann kam Oma Hilda und drückte mir auch Geldscheine in die Hand. Bloß nicht dem Opa sagen, ja?
(Auszug aus dem Buch)
Byk ist das erste Werk, das Szczepan Twardoch für die Theaterbühne geschrieben hat. Es erscheint in Buchform mit Illustrationen von Bartek Arobal Kociemba.
Die Beschreibung stammt von der Webseite des Verlags.